Als erstes möchte ich darauf hinweisen, dass wir einen sehr schönen, erholsamen und erlebnisreichen Urlaub auf dieser Insel verbracht haben.
Was ich hier schreibe ist meine/unsere Meinung.
Interessen, Erwartungen, usw. sind zu unterschiedlich und sollten hier nicht verallgemeinert werden, denn über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten.
Ich vergebe einfach mal Schulnoten von 1 bis 6 .
Insel (Note: 2)
Die Insel ist gross und sehr schön, mit vielen Palmen bewachsen und einzelnen Buchten ähnlichen Strandabschnitten, so dass wir nie das Gefühl hatten, es sind zu viele Menschen auf der Insel. Zur gemütlichen Umrundung braucht man ca. 40 bis 50 Minuten. Bei Ebbe ist der Weg aussen um die Insel komplett und barfuß möglich, wobei an einigen Stellen Korallenbröckchen herumliegen, über die gelaufen werden kann und in diesem Fall auch muss.
Das Schwimmen bei Ebbe stellt an den meisten Stellen der Insel ein Problem dar, das aber umgangen werden kann, indem man einen der 7 Riffausgänge benutzt und im Freiwasser ausserhalb der Lagune schwimmt. Bei Flut kann allerdings auch überall auf der Innenseite geschwommen werden.
Hier und da sah man noch, dass es sich um eine ganz neue Insel handelte. Es wurden noch ein paar Staff-Bungalows fertig gestellt, was uns aber nicht im entferntesten gestört hat. Auch die Wege rund um die Insel sind noch nicht ganz fertig, aber es wurde fleißig dran gearbeitet. Der einzige wirkliche "Schandfleck" ist die ausgebaggerte Fahrspur vor der Tauchschule, wo rechts und links noch der Korallenaushub herumliegt. Hier ist geplant, in absehbarer Zeit Palmen zu pflanzen und dann sieht das ganze gleich viel freundlicher aus.
Restaurant (Note: 1)
Es war das beste, was wir je auf den Malediven gegessen haben und es wurde auch bei 3 Wochen nicht eintönig. Die Atmosphäre war gut und das Gebäude war sehr schön. Teakholz Möbel auf Sandboden bzw. Holzpodesten und alles luftig offen.
Bar (Note: 2)
Schöne Sitzbänke, gemütlich unter Palmen mit Blick auf den Strand, jedoch zu klein. Die Bar selbst glaube ich, wird aber noch mit mehr Stühlen und Tischen erweitert. Dann wird sie mit Sicherheit gross genug sein und direkt bis ans Wasser reichen.
Tischtennis direkt nebenan im Sand, der leider sehr "korallenhaltig" ist.
Coffe-Shop oder auch Sunset-Bar mit Pool (Note: 2)
Sehr schön direkt am Strand mit Blick auf den Sonnenuntergang. Der Pool ist Treffpunkt der meisten Kinder auf der Insel. Ist aber aus meiner Sicht ganz gut und machen keinen Lärm am Strand (Asche über mein Haupt). Was ein wenig gestört hat, waren die unbequemen Stühle, die laut Planung in absehbarer Zeit durch gemütlichen Sessel noch getauscht werden.
Rezeption (Note: 2)
Alles so wie es sein soll. Gut über den Springbrunnen am Eingang kann man sich streiten, genauso wie über den angelegten Teich. Mir hat es gefallen und von Stechmücken keine Spur. (Es wurde nach altbewährter Art und Weise gesprüht).
Fitness-Studio (Note: 2-3)
Naja, wer's braucht. Stört aber auch nicht.
Bungalows (Note: 1)
Das Beste was wir auf den Malediven bisher gehabt haben, einfach super.Alles mit Teakholz, sehr geräumig mit super großem, sehr geschmackvoll und architektonisch interessantem offenen Bad. Ein Manko war nur die Hellhörigkeit, wenn man Nachbarn hat, die nachts die Möbel rücken oder die Türen knallen müssen.
Service (Note: 2-3)
An der Rezeption und der Bar war der Service sehr gut, ebenso wie die Reiseleitung. Nur an der Sunset Bar und im Restaurant waren wir teilweise nicht so zufrieden, was allerdings an den einzelnen Bedienungen oder Kellnern gelegen hat. Hier muß sich eventuell noch alles ein wenig einspielen. Sind aber echt nur Kleinigkeiten - und man hat ja Zeit.
Preise (Note : 3)
Waren alle durchweg okay und auf den Malediven denke ich, ziemlich normal. Beispiel : Bier 3 $ , Softdrings (Cola, Sprite, etc.) 2,50 $, Wein 4 $, Fl. Wasser 1,5 ltr. 3 $, E-Mail 1$
Surfen und Kajakfahren (Note: ?)
Leider gab es (noch) keinen Surflehrer.
Rund ums Tauchen
Die Crew (Note: 2)
Alle freundlich, witzig und kompetent. Besonders hervorheben möchten wir Jan, der mit seiner ruhigen netten Art wirklich als angenehmer Tauchlehrer / Mensch aufgefallen ist.
Die Basisleitung (Note: 2)
Moni und Stefan hatten alles im Griff und waren jederzeit für alle Scherze zu haben. (Nur der rote Teppich hat gefehlt, wenn Stefan aufs Boot kam * kleiner Scherz * )
Das Tauchen mit Stefan war für mich auf jeden Fall immer ein Erlebnis.
Die Endabrechnung war sehr fair und lies keine Fragen aufkommen.
Die Basis (Note: 1)
Groß, modern, beste Ausrüstung. Der Flaschenservice hat super funktioniert und lies keine Wünsche offen. Die Flaschen wurden auf die Boote gebracht und geholt, bzw. mit der Ausrüstung zum Riff-Ausgang unserer Wahl. Dafür war auch 0,5 $ pro Tauchgang als Trinkgeld nicht zuviel.
Informationen aller Art (was für ein Fisch, wo liegt das Riff und, und ....) waren auch immer zu bekommen.
Die Tauchplätze (Note: 2)
Viele Kanal-Tauchgänge mit teilweise starker Strömung, unheimlich viel Fisch.Schildkröten,Thunfische und Adlerrochen an der Tagesordnung. Weissspitzenhaie, Barrakudas, Mobulas häufig. Mantas und den einen oder anderen Grauhai habe ich auch gesehen. Ich denke es werden in absehbarer Zeit noch weitere Spitzenplätze hinzukommen, man muß halt den Leuten auch ein wenig Zeit lassen zum Erkunden neuer Tauchplätze, denn meistens sind sie mit dem Tagesgeschäft ziemlich ausgelastet.Sichtverhältnisse waren teilweise sehr unterschiedlich, aber so ist das nun mal.
Das Schöne war, dass die ganzen Tauchplätze garantiert noch nicht von vielen anderem betaucht wurden.
Das Hausriff (Note: 2)
7 Einstiege, teilweise Strömung. Es gibt im Prinzip alles, steile Riffwände, Drop-Offs bis 90 Meter, Überhänge und Unterspülungen sowie eine Riffplatte die in den Kanal rausgeht. Es wurden in den 3 Wochen an denen wir auf der Insel waren, 2 Walhaie am Hausriff gesehen.
Nur die von Werner Lau besagten vielen Großfische, insbesondere Haie an der Nord-Ostseite, waren nicht zu sehen. Das kann allerdings durchaus zeitlich bedingt unterschiedlich sein. Dennoch ist es allgemein sehr fischreich und an großen Sachen haben wir Thunfische, Barrakudas, Stachelrochen, Adlerrochen, Mobulas, Schildkröten gesehen. Uns hat es sehr gut gefallen und auch nachts war es sehr schön.
Besonderes :
Scooter-Tauchen (Note: 1)
Man kann sich Unterwasser-Scooter leihen und sollte dies unbedingt mal ausprobieren. Entgegen meiner Bedenken gegenüber der Belästigung von Fischen kann ich jetzt aus eigener Erfahrung sagen, dass sich die Fische nicht im geringsten durchs Scooterfahren stören lassen. Man kann sogar feststellen, dass sie neugierig viel näher an einen heran schwimmen. Es ist schon Wahnsinn, wenn man bei Strömung mit dem Scooter neben einem Barrakuda oder Thunfisch steht und diesem direkt in die Augen sehen kann. Ich war so begeistert, dass ich es gleich vier mal gemacht habe. (Ist aber nicht ganz billig). Es ist eine ganz andere Art zu tauchen und der absolute Höhepunkt für mich in diesem Urlaub war eine 15 minütige Scooterfahrt direkt neben einem riesigen Manta. So etwas, glaube ich, erlebt man nur einmal in seinem Leben.
Fazit zum Urlaub :
Super schön !!! Für alle die noch hinfahren wollen, sage ich nur "hinfahren und sich selbst ein Urteil bilden".
Also denn viel Spass auf Filitheyo.
Bei Fragen etc. könnt Ihr mich direkt unter
matthias.schmied@cn-touristic.de erreichen.
Matthias und Bärbel