Filitheyo Urlaubsbericht von Hans, Sylvia und René Busch von April 2004
Liebe Tauchfreunde,
auch meine 14 Tage Urlaub vom 01.04.04 bis 16.04.04 mit meiner Familie haben leider ein Ende gefunden. Wir hatten eine „super tolle" Zeit bei euch und konnten viele Tauchgänge genießen. Leider kamen wir nicht ganz auf unsere Kosten in punkto Großfisch, jedoch waren auch die v.b.F.´s (viele bunte Fische) interessant zu beobachten. Muränen, Schildkröten, Baby-Napoleons, Adlerrochen und kleine Schwarzspitzenriffhaie konnten wir sogar beim Schnorcheln am Hausriff betrachten. Gewöhnungsbedürftig waren für uns jedoch die Tauchgänge mit dem blauen Boot zu den Kanälen am Außenatoll mit teilweise kräftiger Strömung. Fotografieren bzw. videografieren ist hier nur bedingt möglich, da man (frau) beide Hände braucht, um sich in der Strömung am Untergrund festzuhalten. Es ist hier ein anderes Tauchen angesagt als im Roten Meer, wo es gilt nichts anzufassen!.
Tipp: Vergesst die Tauchhandschuhe nicht! Auch das Wiederfinden des Bootes erübrigt sich. Nach dem 3 minütigen Sicherheitsstopp auf 5m taucht man einfach auf. Das Dhoni bzw. deren Besatzung „fischt" einen schon auf.
Auch die fachkundigen Hinweise im punkto Kindertauchen waren stets passend. Rene´ spricht immer noch vom Tauchgang bei „The cathedral", wo es auf 5m Tiefe einen ca. 7-10 Meter langen und 2-3m breiten Durchbruch zum durchtauchen gibt. Hier einen speziellen Dank an Karin, die hier Osterhase ....sorry... Häsin spielte und sogar Ostereier für die Kids unter Wasser versteckte. Auch Barbara sei gedankt, dass sie beim obligatorischen Tauchcheck ein Händchen für Kinder hatte.
Den Tauchcheck müssen übrigens alle Taucher über sich ergehen lassen. Dieser ist jedoch kostenfrei, sofern mehr als 6 weitere TG´s folgen.
Zu den Bungalows ist eigentlich in vorausgehenden Berichten alles gesagt worden. Auch ich bin der Meinung, dass alle Bungis kleiner als Nr. 100 in Ordnung sind. Von den halben Doppelbungis sind eindeutig die zwischen den Nr. 40 und 80 zu favorisieren. Ab 80 bzw 100 wird der Strand deutlich schmaler bzw. geht nachher in Felsen über (ab Einstieg 8, der eigentlich nur als Notausstieg angesehen werden kann). Urlauber mit Kindern ist dieser Bereich nicht zu empfehlen. Bei den Bungies kleiner als 40 wird der Strand zwar deutlich breiter, jedoch der Palmenbewuchs nimmt ab.
Am breitesten ist der Strand im Bereich der allein stehenden Bungies. Leider sind hier jedoch auch die Schatten spendenden Palmen etwas spärlicher vorhanden und ohne Schatten ist es in der Sonne bei Windstille kaum auszuhalten.
Das Essen ist einfach toll, obwohl hin und wieder recht scharf gewürzt wird. Jedenfalls gab es jeden Tag für alle Geschmäcker ausreichend Auswahl. Barfuss laufen ist auf der ganzen Insel gängige Praxis. Auch im Restaurant ist dies selbstverständlich. Lediglich Abends könnten Badeschlappen angesagt sein, um nicht auf den schwach beleuchteten Wegen auf spitze Äste oder wandernde Einsiedlerkrebse zu treten. Alle Wege sind tipp topp gepflegt und absolut sauber. Hier sind täglich von der Nachbarinsel angereiste einheimische Mädchen und Frauen eifrig mit Reisig- bzw. Palmblätterbesen am Werk.
Tipp: Zieht schon bei der Anreise Sandalen an und nehmt ein Paar Badeschlappen mit. Last bloß schweres und festes Schuhwerk zu Hause!
Generell kommt man mit Englisch gut zurecht. Alle Angestellten waren immer freundlich, hilfsbereit und natürlich für ein „tip" dankbar. Bargeld wird auf der Insel während des Urlaubs nicht benötigt. Es wird per Unterschrift sowohl in den Bars als auch in den shops alles geregelt.
Hinweis für All inclusiv Urlauber: Auch ihr müsst die freien alkoholischen Getränke unterschreiben. Sie werden jedoch nicht in Rechnung gestellt. Alles wird in Gläsern serviert. Auch das freie (bei all inclusive) Wasser. Eine Flasche Wasser kostet regulär 3$. Ein All inclusive Urlauber bezahlt für eine Flasche Wasser einen geringeren Preis von 1,50$. Folglich musste unser Kellner halt mehrmals laufen, da wir natürlich immer Wasser im Glas bestellt haben. Dabei stellt sich mir die Frage, warum eine Barcardi-Cola, ein Sambuca oder auch diverse Säfte im Glas o.ä. kostenlos zu erhalten ist, jedoch eine Flasche Wasser jedoch nicht. All incl. natürlich vorausgesetzt.
Allgemein ist es auf der Insel sehr ruhig. Man fragt sich, wo die Abends im Restaurant zu sehenden Urlauber tagsüber alle sind. Da die Insel relativ groß ist, verläuft sich das Menschaufkommen recht schnell. Lediglich bei einem Strandspaziergang sieht man die Urlauber unter den Palmen versteckt liegend und dösend.
Da dies mein erster Urlaub auf den Malediven war, habe ich die Urlaubsberichte meiner Vorgänger gerne gelesen und konnte meinen Urlaub entsprechend vorbereiten. Sollte auch der Leser dieses Urlaubsberichtes spezielle Fragen haben, so kann er mich gerne direkt kontaktieren unter: Hans.Busch@railconsult.de