Reise von Claudia und Raik nach Filitheyo vom 02-05 bis 17-05-2001
Der Hauptgrund fuer uns, nach Filitheyo zu fliegen, war die Ausstattung der Bungalows und die Moeglichkeit, All Inclusive zu buchen. Ausserdem gefiel uns die Insel von Bildern, sie hatte dichten Palmenbewuchs und einen akzeptabler Strand.
Wie von anderen Reisenden bereits erwaehnt, die Reiseberichte auf www.malediven.net und www.wernerlau.com waren aeusserst hilfreich in der Urlaubsplanung und eigentlich kann man die bereits dort getroffenen Aussagen nur bestaetigen.
Filitheyo ist eine urig bewachsene Insel mit wunderschoenen palmengesaeumten
Wege durch das Inselinnere. Die Bungalows haben eine ausschliesslich aus
Holz bestehende Ausstattung, dunkle Holzfussboeden und ein tolles
halboffenes Bad, welches ja bereits ausfuehrlich beschrieben wurde. Mit
Tieren hatten wir keine Probleme, ab und an kroch ein kleiner Gecko an der
Wand entlang im Bad oder Ameisen wanderten in der Dusche. Moskitos konnten
erfolgreich mit einer laufenden Klimaanlage im Zimmer auf Distanz gehalten
werden. Im Notfall hilft Autan. Wir haben nachts die Klimaanlage auf 24 Grad
eingestellt und konnten wunderbar schlafen und hatten auch keine Erkaeltung.
Tagsueber schalteten wir sie meist aus und nur bei Bedarf ein. Man gewoehnt
sich automatisch nach einigen Tagen an die hoehere Luftfeuchte.
Mit dem Sonnenbaden sollte man allerdings vorsichtig sein, ohne
ausreichenden Schutz bekommt man innerhalb weniger Minuten einen Sonnenbrand
in der Sonne . Anfangs hatten wir Lichtschutzfaktor 25-20, nach 2 Wochen
waren wir bei 4 angelangt und hatten immer noch einen leichten Sonnenbrand
abends.
Ohne den Wind war es in der Sonne ohnehin nur kurz auszuhalten, zum Glueck
konnte man ja im badewannenwarmen Wasser sich abkuehlen.
Obwohl wir in der Monsun-Regenzeit auf Filitheyo waren hatten wir ausschliesslich Sonnenschein und nur gelegentlich einen kurzen Regenschauer, der nach wenigen Minuten zu Ende war und eher angenehm wirkte.
Wir hatten ueber Kreutzer 2 Wochen All Inclusive, Condor Comfort Class und ein Superiorzimmer gebucht. Obwohl wir 3 Monate vor Reiseantritt versuchten , einen Deluxe Bungalow zu bekommen (wir waren durch Reieberichte gewarnt, dass die Doppelbungalows sehr hellhoerig seien) war das nicht moeglich, da nach Anfrage bei Kreutzer 2 Wochen spaeter die Auskunft kam, das alles ausgebucht sei ( was nicht stimmte, wie wir dann auf Fili selbst sahen..). Um uns etwas zu versoehnen, goennten wir uns die Comfort Class auf dem Hin- und Rueckflug. Vom Essen einmal abgesehen ( es war nicht so umwerfend) war das sehr erholsam, der Sitzkomfort ist deutlich besser als in der Economy Class und beim Einchecken musste man nicht ewig warten ( selbst in Male gab es einen extra Schalter !).
Der anschliessende Flug mit dem Wasserflugzeug war ein Erlebnis fuer sich,
erst aus der Luft sieht man die vielen kleinen Sandbaenke und Riffe und
Inseln, die die Malediven so einmalig machen !
Aufgrund der Auswirkungen eines schweren Sturmes am Vortag unserer Ankunft
war der Transfer mit dem Dhoni von der Wasserflugzeugplattform zur Insel
dann etwas fuer die Nervenlosen, das Boot schwankte gefaehrlich durch
riesige Wellen und war mehrmals hart am Kentern, Gepaeck flog umher und
nicht nur einer wurde pitschnass. Trotzdem zeigte die Dhoni-crew keine Panik
( auch wenn wir hinterher erfuhren, das es doch nicht so ganz ungefaehrlich
gewesen war).
Wir wohnten in Bungalow 61 an der Nordseite. Vor unserem Bungalow gab es
einen kleinen, durch Buesche und kleine Palmen abgegrenzten Strandabschnitt,
die Bungalows zwischen 60 und 50 hatten da weniger Strand, bei Flut konnte
das Wasser dort schon mal den ganzen Strand ueberfluten. Bis etwa Bungalow
100 war der Strand teilweise breit und ausgebuchtet, dort standen auch ein
paar kleine Sonnenschirme, eine Minibar tagsueber etwa bei Bungalow 75 (
Kurum Bar, nicht im All Inclusive enthalten) und etliche maledivische
Schaukeln an den vielen Palmen. Die Kulisse dort konnte jeden Vergleich mit
beliebigen Katalogfotos spielend standhalten . der Strans selbst war
feinsandig und fast weiss, allerdings schwemmte die Flut oft ganze Berge von
Korallenstuecken an, die allerdings vom Personal zuverlaessig wieder
entfernt wurden.
Das Ganze hatte wirklich nur einen Nachteil, man konnte auf der Nordseite
ausser am Riffausstieg 5 fast nicht ins Wasser gehen, wenn man nicht direkt
ueber die Korallen laufen wollte. Bei Ebbe war es voellig unmoeglich, bei
Flut ging es halbwegs , aber man lag dann fast auf den Korallen drauf beim
Schwimmen .
In unserer ersten Urlaubswoche herrschte tagelang noch Sturm und hohe Wellen
machten das Schwimmen schwer. Dazu kam noch eine starke Stroemung ausserhalb
des Hausriffs, man musste immer aufpassen, dass man nicht so weit abtrieb.
Ohne Schuhe kam also zum Baden nur Aussteig 5 in Frage, der recht breit und schoen sandig war. Das fuehrte dazu , dass sich dort alles ballte... zum Glueck war die Insel aber waehrend unseres Aufenthaltes hoechstens halb belegt. Auf der Seite mit den Wasserbungalows / Deluxe Bungalows war es mit dem Baden etwas besser, dort gab es eine breite Lagune, aber wenig Palmen am Strand.
In der ersten Woche hatten wir unseren Bungalow fuer uns, dann bekamen wir Nachbarn, die aber nicht weiter stoerten. Die Bungalows waren allerdings wirklich extremst hellhoerig, nicht nur im Bad bekam man jedes gesprochene Nachbarswort deutlich mit.
Zum Restaurant: ueber die Auswahl und die Qualitaet des Essens ist ja bereits ausfuehrlich geschrieben worden. Dem ist nichts hinzuzufuegen. Wir haben versucht, alles zu probieren und es nicht geschafft.. die Buffets waren ausgezeichnet !
Mit unserem Tischkellner Waleed hatten wir wohl grosses Glueck, er war weder
tranig noch maulig und schon garnicht langsam. Im Gegenteil: er war sehr
freundlich, hilfsbereit und immer zur Stelle, wenn man etwas zu trinken oder
sonst was wollte.
So wie man in den Wald hineinruft, so schallt es naemlich heraus !
Allgemein war der Service und das Personal in den Bars und dem Restaurant
tadellos gut !
Der Resortmanager Ilias Vamvakas war ebenfalls sehr um seine Gaeste bemueht
und immer ansprechbar !
Ueber die Kreutzer/Neckermann/Terramar Reiseleiterin Candy kann man nichts
Negatives sagen, sie war ebenfalls erreichbar, wenn man sie denn haette
erreichen wollen. War bei uns nicht noetig.
Ueber das Tauchen und die Tauchbasis koennen wir als Nichttaucher nichts sagen. Geschnorchelt sind wir auch nicht und wir haben auch keinen der Ausfluege mitgemacht. Wir haben effektiv 2 Wochen nur am Strand gelegen und uns praechtig erholt !
Abschliessend kann man einen Urlaub auf Filitheyo nur empfehlen, man kann barfuss laufen und sich wie Robinson fuehlen, sehr gutes Essen geniessen, hat tolle Bungalows und einen wirklich traumhaften Strand. Wir werden sicher irgendwann wiederkommen !