Der berufliche und private Alltag hat uns wieder und deshalb einige kurze Rückblicke in die eigenbestimmte Zeit, als wir uns einen Ausstieg zur Belohnung auf der Insel Filitheyo gönnten.
Trotz günstiger S-Saison (wie Werner bemerken würde), haben wir eine paradiesische
Zeit auf Filitheyo/Malediven verlebt.
Unschlagbar, daß mann/frau keinen Handschlag machen muß und nur noch relaxen
und verwöhnen angesagt ist. Da schlägt uns, dem in vieler Hinsicht gestresstem
Europäer einfach das Herz höher.
Die Ruhe (bis auf die Hühner und Hähne auf der Insel) ist eine Wohltat für die Nerven.
Kein Autokrach, keine Hektik, man kann wirklich mehrere Gänge zurückschalten.
Du siehst den endlosen Himmel glasklar, nur Palmen- und Meeresrauschen sowie
feinsten Sand.
Eine Insel mit europ. Standard, auch was die Sauberkeit angeht.
Die Bungalows sind geräumig und lassen keine Wünsche offen, das Freiluftbad hat es
mir ebenfalls angetan. Wir haben ganz bewußt einen Strandbungalow bevorzugt
und sind nicht schlecht damit gefahren.
Das absolut größte ist jedoch die Küche!!! Wenn man sich deutlich macht, daß
Alles und Jegliches dorthin gebracht werden muß, dann war das, was die Küchen-
crew immer wieder aufs Neue geboten hat -KLASSE-.
Besonders Victor hat es mir mit seinen Kuchenkreationen und den Süßspeisen
angetan. Früchte unterschiedlichster Art in Hülle und Fülle und ebenso für jeden
Geschmack etwas leckeres zum Essen.
(Wem es nicht gefallen hat, da frage ich mich, was die wohl zuhause essen?)
Nun zum Tauchen, der eigentliche Grund, warum wir dorthin geflogen sind und wes-
halb wir uns das Knowhow von Werner Lau`s Tauchteam ausgesucht haben.
(1995 waren wir schon auf Vilamendho gewesen.)
Wie sagte Werner, wenn man in der S-Saison kommt, dann kann man keine Sicht-
weiten unter Wasser von mehr als 10m erwarten. Recht hat er schon, aber es war
trotzdem schade. Die Großfische insbesondere die Haie auf die Reinhard so ge-
wartet hatte, waren sicherlich da, nur wir haben sie nicht gesehen, bis auf 4 Riff-
haie in zwei Wochen.
Dafür haben sicherlich die Schildkröten, Muränen, Napoleons, Sepien, die eine
Spanische Tänzerin, Makrelen, Adlerrochen und die vielen Schwarmfische ent-
schädigt. Leider sind die zwei Mantas und insgesamt 13 Walhaie, die vor
Vilamendho gesichtet wurden, nicht bei uns vorbeigekommen. Aber wir hatten zweimal
eine Schule von Delphinen vor dem Hausriff (auch wenn ich ihnen vom Strand aus
nachsehen mußte).
In solchen Zeiten genießt man und konzentriert sich eben auf das Kleine!
Als Schnorchlerin muß ich bemerken, daß das Hausriff, bis auf wenige Abschnitte,
einen traurigen Anblick bietet. Leider hat El-Ninjo wirklich zugeschlagen. Wer die
Malediven vor dieser Zeit kennt, muß enttäuscht sein, denn es zeigt sich eine graue
Geröllhalde, die in Anfängen wieder etwas Farbe bekommt. Nur am Ausstieg 2-4
war es meiner Meinung nach noch wirklich schön und interessant, allerdings benötigt
man etwas Kraft und Ausdauer beim Schnorcheln.(langer Weg um die Wasser-
bungalows herum)
Die Tauchcrew war hilfsbereit und alles klappte so, wie man es sich wünscht.
Echte Profis eben. Wenn man dann noch den glücklichen Umstand hat, daß Werner
Lau selbst dort Urlaub macht, dann bekommt man erst recht die Highlights um Filitheyo zu sehen. Denn der Chef hat sich seine Tauchplätze selbst ausgesucht und
wer mitwollte, konnte sich ihm anschließen.
Abends an der Mainbar beim Taucherstammtisch wurde dann der Tauchtag nochmals
von allen Seiten beleuchtet und Werner hatte viele Anekdoten und prakt. Tips parat.
Bei Sylvi haben Harald und Reinhard dann ein Special absolviert: Sicherer Tauchen
mit NITROX. Bis auf die "viele Chemie" die zu lernen war, waren die Jungs voll auf
begeistert und Sylvi hat sie mit Bravour durch den Unterricht und zur erfolgreich
bestandenen Prüfung geführt.
Insgesamt haben Harald und Reinhard je 25 Tauchgänge absolviert und sicherlich
klug daran getan, die Tauchpakete plus die Bootsfahrten von zuhause aus in DM zu
buchen.
Für alle, die noch hin wollen. Filitheyo ist taucherisch, wie auch was das Island
Resort angeht empfehlenswert. Das Management und das Servicepersonal ist nett und wirklich für die Gäste und deren Wohlbefinden da.
Was das Meer/ Indischer Ozean Euch bietet, müßt ihr so nehmen wie es kommt.
So bleibt uns weiterhin die Hoffnung, daß wir irgendwann in ferner Zukunft doch noch
einen Walhai oder Manta sehen werden und freuen uns zwischenzeitlich über die
kleineren oder mittleren Lebewesen im Riff, denn die Vielfalt der Fische und auch der
Schwarmfische ist geblieben.
Einen TIPP noch am Rande: Nutzt die "Happy Hour" zwischen 15 und 17 Uhr, weil die hilft Geld sparen. Die Nebenkosten für Getränke, insbesondere für Trinkwasser sind enorm (3 US Dollar pro 1,5 l ) , wenn ihr in dieser Zeit eine Flasche ordert, be- kommt ihr zwei und die zweite wird dann nicht berechnet. Das gilt auch für Kaffee und Fruchtsäfte.
Tschüß und alles Gute, weiterhin gut Luft!!!!