Reisebericht Filitheyo

von Günter & Véronique

Hallo Werner,
(zwar kennen wir uns nicht persönlich, ich sage aber trotzdem Du, weil dies unter Tauchern so üblich ist)

nachdem wir Stefan und Moni seit ca. 6 Jahren von Eriyadu her kennen, haben wir die beiden jetzt auf Filitheyo besucht. Wiederum durften wir drei wunderschöne Wochen erleben, tolle Tauchgänge genießen und hatten viel Spaß.

Zum Dank an das Tauchteam haben wir ein kurzes Gedicht verfasst, mit einigen Zeichnungen (Stefan mit Gipsfuß im Rollstuhl, Seepferdchen, Rotfeuerfisch u.s.w.) geschmückt und bei einem gemütlichen Tiger-Bier in der Bar vorgetragen.
Das Original hängt jetzt an der Eingangstür der Basis, aber zumindest den Text möchte ich Dir als Anlage senden, damit auch der Chef auf seine tollen Mitarbeiter stolz sein kann!

Bis zum nächsten Mal auf einer Werner Lau-Insel!
Günter Graul mit Tochter Véronique.

 

Filitheyo Aug./Sept. 2001

Vier lange Jahre hat`s gedauert, doch endlich sind wir wieder hier,
auf den geliebten Malediven beim Tauchen und bei Tiger-Bier.
Vieles hat sich nicht verändert, nur die Preise sind verdorben,
und die meisten Weichkkorallen, sie sind leider abgestorben.

Die Tauchcrew hier auf Filitheyo ist kompetent und auch sehr nett,
wenn nur dem Stefan seine Moni nicht so ein freches Mundwerk hätt`!
Berliner Gör mit großer Klappe, aber auch mit sehr viel Charme,
so kommt sie gut an bei den Tauchern und hält sich ihre Kundschaft warm.
Zwar hat sie uns sofort versprochen, ein Seepferdchen zu zeigen hier,
doch hat sie leider kein`s gefunden, Moni, das war schwach von Dir!

Nur einer, der ist alt geworden, das ist der Stefan dieser Greis.
Er kann zwar heute nicht mehr tauchen, doch macht er immer noch viel Scheiß.
Vor einer Woche in der Bar, da hat`s ihn voll erwischt,
es wurden wie in frühren Zeiten zu viele Bierchen aufgetischt.
Als er dann Tarzan spielen wollte und locker von der Theke sprang,
er beide Füße sich lädierte, weil ihm die Landung bös` mißlang.
Sein Fersenbein ist nun gebrochen, er fährt im Rollstuhl hin und her,
sein Job ist jetzt die ''Basisschlampe'', im Wasser sieht man ihn nicht mehr.
Der alte Macho läßt sich`s gut gehen, er wird von allen jetzt verwöhnt,
und selbst wenn er zum Pinkeln geh`n muß, es laut über die Insel tönt:
''Hüdü fahr den Wagen vor!'', ''Hüdü bring mich dann nach Haus!''
Armer Hüdü, Du mußt leiden, so ein Chef ist schon ein Graus!
Apropos Hüdü, der ist fit, er steht noch voll in seinem Saft,
beim Scootern spart er ständig Strom, macht dies aus eigner Kraft.

Steffi und Markus sind noch neu, zum Boss reicht`s erst im nächsten Jahr,
doch kommen sie auch heut` schon gern des abends in die Bar.
Sie Steffi hat der Véronique das Tauchen beigebracht,
und unter Wasser haben die Zwei häufig sehr gelacht.

Jetzt darf sie auf dem Tauchboot mit, verwöhnt wird sie zu hauf,
der Markus hilft in`s Jacket ihr und Silvie dreht die Flasche auf.
Nach einer Stunde Tauchzeit dann, ist Silvie schon an Bord
und ruft: ''Ist alles noch o.k., ihr wart so lange fort?''
Der Taka ist meist auch dabei, jedoch hört man ihn kaum,
nur dann beim Dinner am Buffet, da schlurft er durch den Raum.

Zum Schluß ein Dank Euch allen, ein super Team seid ihr!
Das Herz wird schwer, die Frage ist: Seh`n wir uns nochmals hier?
Wenn wir `nen Wunsch frei hätten, so sagen wir ganz heiter:
''Stefan und Moni hört nicht auf, macht noch paar Jährchen weiter!''

 

 

 

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