Der Sinai

Der Sinai entstand vor 30 bis 40 Millionen Jahren, als Arabien sich von Afrika trennte.
Die Halbinsel stellt eigentlich eine Erdscholle dar, deren Ränder damals absanken und heute den Golf von Aqaba und Suez bilden.

In der Geschichte Ägyptens spielte der Sinai immer eine wichtige Rolle:
In der Zeit der Pharaonen galt der Sinai als Fundgrube für Kupfer, Gold und Türkis. Der Nordsinai wurde als Handelsroute zwischen Ägypten und dem Arabischen Raum genutzt. Moses führte das israelische Volk durch den Sinai in das gelobte Land und in jüngerer Geschichte versuchten Ägypten und Israel den Sinai in drei Kriegen für sich zu gewinnen. Seit 1982 gehört der Sinai wieder politisch zu Ägypten, zählt aber geographisch zu Asien und bildet die Brücke zwischen zwei Kontinenten und zwei Meeren: Dem Mittelmeer und dem Roten Meer.

Das Sinaigebirge besteht zur Hälfte aus Granit, der von grau und rosa bis rot variiert, schwarze Lavastreifen ziehen sich durch die Hügel und Berge. Die faszinierenden farblichen Schattierungen prägen den unvergesslichen Eindruck, der die Urlauber so gefangen nimmt.
Der Sinai zählt mit seinen bizarren Gebirgsformationen, den einsamen Küsten, Steppen und Palmenoasen, idyllischen Buchten und traumhaften Badestränden zu den reizvollsten Landschaften Ägyptens und die Küste des Sinai (von annähernd 750 km Länge) zählt zu den schönsten der Welt.

Wenn Sie sich auf einen Urlaub am Sinai entscheiden, sollten Sie es auf keinen Fall versäumen, wenigstens die berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Gegend zu besichtigen: das Katharinenkloster, den Mosesberg, den Coloured Canyon und den Unterwasser-Nationalpark Ras Muhamed.

Namen wie Ras Muhamed, Ras um Sid oder Strasse von Tiran lassen Taucherherzen höher schlagen. Tauchen Sie unter mit den Werner-Lau Tauchbasen, die Ihnen die zahlreichen Spots des südlichen Sinai näherbringen.
Aber auch Surfer, Schnorchler und Sonnenanbeter kommen an den Sinaiküsten voll auf ihre Kosten.





Sharm el Sheikh

Sharm el Sheikh ist die südlichste Stadt im Sinai und war bis 1970 eine unbedeutende Ortschaft. Als die Israelis 1967 den Sinai besetzten, wurde eine Küstenstraße nach Eliat angefertigt und die Basis für eine solide Infrastruktur gelegt.

Erste Hotels entstanden in der Naama Bay. Heute sind in der Naama Bay viele internationale Hotelketten zu finden, die bei einem Bummel über die Strandpromenade leicht zu erreichen sind. Hier findet man Cafes, Geschäfte, Restaurants, Sport- und Tauchzentren sowie Diskotheken.
Das eigentliche Geschehen in und um Sharm-el-Sheikh spielt sich in der ca. 6 km von der Ortsmitte entfernten Naama Bay ab.
Sharm el Sheikh bietet alles, was neben schönen Stränden und kristallklarem Wasser für einen erholsamen und gelungenen Urlaub wünschenswert ist.

Entlang dieser Bucht sind in den letzten Jahren viele Ferienanlagen unterschiedlichen Standards sowie diverse moderne Unterhaltungsmöglichkeiten wie Restaurants, Shops, Fahrradverleih, etc. entstanden.

Taucher schätzen die spektakulären Tauchplätze und insbesondere die zahlreichen gut betauchbaren Wracks.


Marsa Alam

Marsa Alam (alias Mersa; arabisch: Marsa ´Alam) liegt im südlichen Ägypten am Roten Meer, 271 km südlich von Hurghada, Edfu ist etwa 220 km entfernt, 250 km sind es bis asch-Schalatin, sowie 131 km nach Norden Richtung al-Qusair. Es ist in den letzten zwei Jahrzehnten von einem Küstendörfchen mit einer handvoll niedriger Steinhütten zu einer Kleinstadt gewachsen.
Ihre Bedeutung verdankt sie dem verkehrstechnisch wichtigen Knotenpunkt der durchgehenden Küstenstraße mit der Verbindungsstraße nach Edfu im Niltal und neuerdings dem wachsenden Tourismus.

Seit November 2001 ist Marsa Alam bequemer erreichbar über den neuen Flughafen Marsa Alam, der ca. 60 km NNW liegt.

Anwohner:
Die etwa 6000 Einwohner sind hauptsächlich Fischer, halten Schafe, Ziegen und Dromedare, arbeiten in den wenigen Minen, Marmor- und Granitsteinbrüchen, viele sind arbeitslos. Bergbau wird in dieser Region seit Jahrtausenden betrieben. Bereits in pharaonischer Zeit und später unter den Römern war die Gegend bekannt für Vorkommen an Gold, Smaragden und Halbedelsteinen, sowie Kupfer und Blei.
Die Straße nach Edfu wurde vermutlich bereits unter Ptolemäus II. errichtet und führt vorbei an vielen historisch bedeutenden Plätzen, wie das Wadi Miya mit seinem berühmten Tempel, erbaut von Seti I. und dem Wadi Baramiya, wo die frühen Ägypter Gruben betrieben. Bis in englische Besatzungszeiten hinein war das Mahlen von Quarzstein mit dünnen Goldadern bei einem Gehalt von ca. 20 g Gold pro Tonne ein Geschäft, das dann wegen Unrentabilität eingestellt wurde. Seit wenigen Jahren sind die Minen durch australische Investoren mit modernen Methoden wieder in Betrieb genommen worden.

Die Einwohner der Gegend gehören ursprünglich zwei Stämmen an: den Ababda- im nördlichen und den Bedscha-Beduinen im südlicheren Bereich. Diese leben seit langem in der Ostwüste und wurden bereits von den alten Ägyptern zur Verteidigung der Grenze eingesetzt.
Später haben sie sich mit den Arabern vermischt, die auch den Islam in das Land brachten. Sie betreiben Viehzucht, sind bekannt für die Holzkohleherstellung und waren auch als ausgezeichnete Jäger bekannt.
Ihre Häuser werden Kischa genannt und üblicherweise auf Anhöhen errichtet, um etwaigen Fluten nach Regenfällen zu entgehen. Das Bauen von Häusern ist Sache der Frauen, die diese aus Baumgeäst errichten und mit Palmblättern eindecken.

Häufig finden sich in der gesamten Gegend Felszeichnungen (Petroglyphen), die bis in präpharaonische Zeiten zurückreichen. Auf den Darstellungen sieht man damals noch vorkommende Tierarten wie Giraffen und Rinder, auch enthalten sie Jagdszenen. Zudem gibt es viele Plätze für geologisch Interessierte.

Nationalpark Wadi-al-Gamal-Nationalpark:
Angefahren wird besonders der Wadi-al-Gamal-Nationalpark. Er ist der drittgrößte in der Ostarabischen Wüste und zählt mit seinem Delta zu den schönsten Nationalparks Ägyptens. Im Mai 2005 wurde er offiziell eröffnet und beherbergt auf seinen 7450 km², gemessen an den wüstenhaften Verhältnissen, vielfältige Pflanzen und Tiere.
Der Einzugsbereich seiner Niederschlagsfläche beträgt 1840 km² und reicht von der Nordflanke des Gabal Hamata im Süden bis zu der Südflanke des Gabal Nugrus im Norden. Weitere hohe Berge sind der Gabal Hafafit, Gabal Hamamid, Gabal Sartut und Gebel Sikait.
Zum Naturschutzgebiet gehören noch andere Wadis wie Wadi Abu Ghusun, Wadi ar-Ringa und Wadi ar-Rada. Die Grenzen des terrestrischen Anteils sind das Hochland von Ras Baghdadi, Ras Hankurab und die Scharm-al-Luli-Bucht. Integriert ist ein Meerstreifen von durchschnittlich 15 km Breite mit vier Inseln im Hamata-Archipelag und der Wadi-al-Gamal-Insel. Auch hier reichen geschichtlich lohnende Plätze bis zurück in römische und ptolemäische Zeitabschnitte. Die Pisten sollten nur mit Fahrzeugen befahren werden, die eine großzügige Bodenfreiheit bieten, Allradantrieb ist nicht erforderlich, aber vorteilhaft. Touren werden von vielen Unterkünften angeboten.
Am Wadi-Eingang haben Beduinen eine einfache Hüttenansammlung aus Wellblech, Stoff, Holz und Plastik errichtet.

Bevor die Tierwelt der ostafrikanischen Savannen mit den Thomson- und Grantgazellen zu großer Bekanntheit gelangte, galt die Dorkasgazelle (Gazella dorcas) als typische Gazelle. Zwar handelt es sich um die größte Population Ägyptens, aber mit nur geschätzten 25-30 Tieren zählen sie zu den gefährdeten Arten. Die IUCN stuft die Art als gefährdet ein.
Zudem trifft man den scheuen, ebenfalls im Bestand gefährdeten und scheuen Syrischen oder Nubischen Steinbocks (Capra ibex nubiana).
Der Afrikanische (Wild-) Esel (Equus asinus syn. E. africanus) ist schon in römischer Zeit aus weiten Teilen ihres Verbreitungsgebietes verschwunden und in freier Wildbahn eine hochgradig gefährdete Art.
Der Mähnenspringer (Ammotragus lervia) steht gestaltlich zwischen Schafen und Ziegen. Der Name Ammotragus kommt aus dem Griechischen und bedeutet wörtlich "Sandziege", der vor allem im englischen Sprachraum gebräuchliche Name "Aoudad" aus einer Berbersprache.

Integriert ist ein mangrovenbewachsener Küsten- und Meerstreifen von durchschnittlich 15 km Breite mit vier ebenfalls viele Mangroven tragende Inseln im Hamata Archipelago und dem Wadi el Gamal Island, die sich am Horizont abzeichnen. Auf dem Wadi el Gamal Island befindet sich die größte Kolonie des Schieferfalken (Falco concolor) weltweit. Seine Brutzeit ist von August bis September, im Oktober zieht er nach Madagaskar. Auf Grund ihrer geringen Anzahl stehen sie bereits auf der Roten Liste der International Union Conservation of Nature (IUCN).
Die Insel wurde zudem von einer großen Kolonie, die 75% der ebenfalls gefährdeten, nur am Roten Meer und Golf von Aden brütenden Weißaugenmöwen (Larus leucophthalmus) - mit orangerotem Schnabel und tiefschwarzer Flügeldecke - okkupiert. Sie haben eine kleine Kolonie auf der Insel Giftun vor Hurghada, 75% bevorzugen aber die gleichnamige Insel vor dem Wadi el Gamal. Aus diesem Grund nimmt ihr Vorkommen nach Norden hin stark ab. Beide Arten sind mittlerweile von der IUCN als bereits gefährdet eingestuft!










Taba

Taba liegt auf der Halbinsel Sinai in Ägypten und grenzt direkt an Israel. Sie liegt am Vier-Länder-Eck von Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien und Israel und gehört zum ägyptischen Gouvernement Dschanub Sina.

Die Stadt liegt am Roten Meer, am Golf von Aqaba. Die Distanz zur israelischen Stadt Eilat beträgt lediglich 6 km. Direkt an den Badestränden sind Korallen und Fische aller Art zu sehen.

Taba wurde erst 1988 als letzter Teil der Sinaihalbinsel von einem internationalen Schiedsgericht wieder Ägypten zugesprochen. Nach der israelischen Besetzung als Folge des Sechstagekriegs von 1967 hatte der Israelisch-ägyptische Friedensvertrag von 1979 keine Einigung über Taba erzielt. Von israelischer Seite wurde argumentiert, Taba sei im Jahre 1906 bei der Ausgliederung Ägyptens aus dem Osmanischen Reich kein Teil Ägyptens gewesen. Das Schiedsgericht schloss sich aber dieser Meinung nicht an. Erst am 19. März 1989 konnte der ägyptische Präsident Muhammad Husni Mubarak die Fahne Ägyptens in Taba aufziehen lassen. Seither wird jährlich an diesem Tag auf der südlichen Sinaihalbinsel ein „Nationalfeiertag“ begangen.

 
   

Nützliches von A-Z

Ägypten bezaubert, macht neugierig und betroffen, nimmt gefangen! Seinen Rätseln und seiner Faszination kann sich keiner entziehen.
Das Rote Meer, dessen Wasser natürlich nicht 'rot' ist, sondern vielmehr sämtliche Farbschattierungen von klarem Smaragdgrün bis zu tiefem Blau aufweist, eignet sich hervorragend für jegliche Art von Wassersport: Surfen, Tauchen, Schnorcheln und Baden.
Erleben Sie die ganze Pracht des Roten Meeres! Lassen Sie sich die Vielfalt der Unterwasserwelt von einer unserer Tauchbasen zeigen.


...und noch ein offenes Wort:

Ägypten ist kein Urlaubsziel im üblichen Sinne. Es ist eine orientalische Kultur mit unbeschreiblichen Kunstschätzen und einer völlig fremden Lebensweise, die Sie immer wieder in Erstaunen versetzen wird. Somit darf man keine europäischen Maßstäbe anlegen, sondern sollte unvoreingenommen und mit dem Wunsch reisen, dieses faszinierende Land kennenzulernen.
Die Mentalität der Ägypter wird so manches Mal Ihre Geduld auf die Probe stellen, denn Pünktlichkeit und Präzision gehören dort nicht unbedingt zu den erstrebenswerten Eigenschaften. Eines der wichtigsten arabischen Sprichwörter sollten Sie sich jetzt schon einprägen:
''Allah hat die Welt geschaffen, von der Eile hat er nichts gesagt.''
Auch die für uns nicht immer nachvollziehbare Einstellung zur Hygiene, die in erster Linie auf der Armut der Menschen basiert, verlangt vom Reisenden viel Verständnis.
Jedoch wird Ägypten für uns auch nur so lange seinen Charme und seine Fremdartigkeit behalten, wie wir keine perfekten Verhältnisse vorfinden. Sehen Sie Unvorhergesehenes als verbliebenen Rest eines Abenteuers an.

Bitte beachten Sie unbedingt die untenstehenden Informationen!
Nur so vermeiden Sie, daß Ihre Urlaubsreise aufgrund falscher Vorstellungen ein Mißerfolg wird!



ÄRZTLICHE VERSORGUNG
Außerhalb der großen Städte oft unzureichend. Notwendige Medikamente sollten von Deutschland mitgebracht werden. Es empfiehlt sich eine Rücksprache mit Ihrem Hausarzt und eine entsprechende Reiseapotheke.

BAUSTELLEN
Die Gegend um Sharm el Sheikh ist eine aufstrebende Regione, die sich aufgrund der Nachfrage stark weiterentwickelt hat. Sie müssen davon ausgehen, daß dort, wo der Tourismus sich in der Weiterentwicklung befindet, mit Bautätigkeiten zu rechnen ist. Bitte haben Sie Verständnis dafür, wenn in Ihrem Hotel Erweiterungsarbeiten durchgeführt werden. Wir haben leider auch keinen Einfluß darauf, wenn entlang der Küste z. B. neben dem von Ihnen gebuchten Hotel weitere Bauvorhaben realisiert werden. Neue Baustellen können von heute auf morgen entstehen, so daß es uns nicht immer möglich ist, Sie vor Ihrer Abreise von der aktuellen Situation in Kenntnis zu setzen.

BEVÖLKERUNGSZAHL
57.851.000 (1994).

BEVÖLKERUNGSDICHTE
58 pro qkm. (1994)

EINREISEBESTIMMUNGEN
Deutsche Staatsangehörige ab 16 Jahren benötigen für die Einreise einen noch mindestens 6 Monate gültigen Reisepaß. Kinder benötigen nach Vollendung des 1. Lebensjahres einen Kinderausweis oder eine Eintragung im Familienpaß - jeweils mit Lichtbild - für die Einreise.
Das notwendige Visum erhalten Sie bei der Ankunft an Ihrem Zielflughafen. Die Gebühr ist für Angehörige der Bundesrepublik Deutschland bereits im Reisepreis inbegriffen.
Diese Regelung gilt für deutsche, schweizer und österreichische Staatsbürger.
Für andere Staatsangehörige ist die Gebühr nicht inklusive! Das eventuell benötigte Visum muß vor der Reise beantragt werden. Erkundigen Sie sich rechtzeitig (ca. 2 Monate) vor Abflug bei Ihrem jeweiligen Konsulat/ Botschaft, ob ein Vorab-Visum für Sie beantragt werden muß!

ESSEN UND TRINKEN
Die ägyptische Küche ist meist fett, stark gewürzt oder sehr süß. Die meisten Hotels bieten jedoch zusätzlich internationale Küche an. Die Mahlzeiten werden meistens nicht heiß nach europäischen Geschmack, sondern oft nur mäßig warm serviert.
Das Frühstück hat in Ägypten keine besondere Bedeutung und ist daher oft nicht sehr reichhaltig. Sie sollten - auch während der heißen Tageszeit - auf eisgekühlte Getränke verzichten; Pharaos Rache (ein heftiger Durchfall) ist Ihnen sonst sicher. Verwenden Sie Leitungswasser keinesfalls als Trinkwasser!

FLUG
Bitte finden Sie sich immer spätestens 90 Minuten vor Abflug am Schalter der jeweiligen Fluggesellschaft ein. Mit Störungen im Flugverkehr muß stets gerechnet werden.

FOTOGRAFIEREN
Nehmen Sie einen Filmvorrat von zu Hause mit, da Filme in Ägypten teuer und manchmal überlagert sind. In Gräbern dürfen keine Aufnahmen gemacht werden. Gleiches gilt bei einigen Tempeln und Moscheen. Video-Aufnahmen sind an einer Vielzahl von kulturellen Besichtigungspunkten nur gegen Entgelt möglich.

GELD UND GELDWECHSEL
Landeswährung: 1 ägyptisches Pfund (LE) = 100 Piaster.
Einfuhr von Fremdwährung ist unbeschränkt möglich. Ein - und Ausfuhr von Ägypt. Pfund (LE) ist bis zu LE 20.000 erlaubt. Mitnahme von US $ oder €uro in bar ist empfehlenswert. Kreditkarten werden in vielen Shops und Restaurants akzeptiert. Auf den Tauch- und Surfbasen kann man meistens mit Euroschecks zahlen.
Geldumtausch ist bei allen größeren Banken und Hotels (Achtung Wechselkurs!) möglich - gegen Vorlage der Scheckkarte und des Reisepasses können auch Euroschecks eingelöst werden.
Es empfiehlt sich die Mitnahme von Reiseschecks.

HAUPTSTADT
Kairo (El Kahira). Einwohner: 15 Mio. (Großraum, 1993).

IMPFUNGEN
z.Zt. sind keine Impfungen erforderlich - erkundigen Sie sich bei dem Gesundheitsamt nach den neuesten Bestimmungen.
Ratsam ist die Mitnahme einer kleinen Reiseapotheke, da in Ägypten die medizinische Versorgung vielerorts noch ein Problem ist; Ihr Hausarzt wird Sie dahingehend beraten. Wir empfehlen zusätzlich Mittel gegen Durchfall bzw. Störungen im Magen-Darm-Trakt sowie als Prophylaxe für Taucher und solche, die es werden wollen, Ohrentropfen.

INLANDSFLÜGE
Unvorhergesehene Unregelmäßigkeiten (z. B. Sandstürme) können zu Verspätungen oder Flugausfall führen. Ersatzweise wird die Beförderung per Bus oder Bahn durchgeführt.

KLIMA
In Ägypten ist praktisch das ganze Jahr über Sommer. Das trockene Wüstenklima ist allgemein gut verträglich. Mit starken Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht ist besonders während der Wintermonate zu rechnen. Gute Baumwollkleidung wird für tagsüber und für die Abende wärmere Kleidung empfohlen.
Die durchschnittlichen Wassertemperaturen betragen im Winter (Nov.-April) ca. 21° und im Sommer (Mai-Okt.) ca. 27°.
Die durchnittlichen Lufttemperaturen betragen:

  Jan. Feb. März Apr. Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez.
Tag 20° 22° 25° 30° 33° 35° 35° 35° 30° 28° 25° 20°
Nacht 10° 10° 11° 15° 18° 20° 20° 20° 18° 18° 15° 10°

LANDFLÄCHE
997.739 qkm.

POST- UND FERNMELDEWESEN
Telefon: Selbstwählferndienst. Landesvorwahl: 20.
Telefax: Einige der großen Hotels in Sharm el Sheik haben Telefaxanschlüsse.
Post: Postlagernde Sendungen sind möglich, bei Abholung wird eine Gebühr berechnet.
Postämter sind Sa-Do 09.00-14.00 Uhr geöffnet.

RELIGION
Staatsreligion ist der Islam - daher sind ca. 92 % aller Ägypter Moslems.
''Oben-Ohne''-Sonnen hat sich zwar an den Hotelstränden etabliert, sollte jedoch auf den Tauchbooten aus Rücksichtnahme auf den Glauben der einheimischen Besatzung nach Möglichkeit unterlassen werden.
Bitte beachten Sie, daß von den ägyptischen Moslems während des islamischen Fastenmonats Ramadan tagsüber weder Essen noch Getränke verzehrt werden dürfen. Ein etwas trägerer Service während dieser Zeit muß dem einheimischen Personal daher nachgesehen werden.

SERVICE
Geschultes Personal ist in Ägypten nicht überall in ausreichendem Maße verfügbar. Bitte erwarten Sie nicht den Service deutscher und mitteleuropäischer Hotellerie. Sie können nicht generell davon ausgehen, daß Sie von deutschsprachigem Personal betreut werden. Insbesondere Pünktlichkeit und Schnelligkeit sind zwei Begriffe, die mit anderen Augen betrachtet werden müssen.

SPEISEN UND GETRÄNKE
Die typische ägyptische Küche ist fett, stark gewürzt und sehr süß. Die meisten Hotels bieten jedoch auch Speisen der „internationalen Küche“ an. Geflügel, Fisch und Kalb sind überwiegende Grundlagen der Speisekarte. Den Gepflogenheiten der ägyptischen Küche entsprechend wird das Essen nicht immer heiß, sondern ab und zu nur warm serviert.

SPORT
Aquatis bietet eine Auswahl von Hotels mit diversen Sportangeboten an. Wir möchten jedoch darauf hinweisen, daß die Benutzung der Sportanlagen nahezu immer vom Hotel zusätzlich berechnet wird.

SPRACHE
Landessprache ist Arabisch; Englisch, Deutsch und Französisch sind die hauptsächlichen Fremdsprachen.

STAATSFORM
Präsidialrepublik. Staatsoberhaupt: Mohamed Hosni Mubarak. Regierungschef: Atef Mohamed Naguib Sidki. Letzte Verfassungsänderung 1980. Zweikammerparlament (Rat des Volkes und Shura-Rat).

STROMSPANNUNG
Die Spannung beträgt 220 Volt. Mit gelegentlichen Stromschwankungen muß gerechnet werden.

STROM- UND WASSERVERSORGUNG
Bedenken Sie dabei bitte, daß Wasser in der Wüste knapp ist.
Strom- und Wasserausfall können durchaus vorkommen; mehrere Tage andauernde Ausfälle sind selten, haben sich jedoch auch schon ereignet (z. B. bei starkem Unwetter).
Auch durch behördliche Weisungen kann es zeitweilig zu Strom- und Wasserausfällen kommen.

TECHNISCHE EINRICHTUNGEN
Die technischen Einrichtungen entsprechen nicht immer dem deutschen Standard. Manchmal passiert es, daß Dusche und WC nicht 100%ig funktionieren und in der Energieversorung (Strom,Wasser) Engpässe auftreten. Viele Einrichtungen (etwa Klimaanlage, Lüfter, Umwälzpumpen) werden aus dem Ausland importiert. Dementsprechend kann eine Ersatzteilbeschaffung des öfteren schwierig und langwierig sein. Derartige Umstände sind für keinen Reiseveranstalter kalkulierbar. Wir bitten daher um Verständnis, daß im Fall eines Ausfalls insoweit kein Ersatzsanspruch besteht.

TRINKGELDER
In Ägypten als Bakschisch bekannt, wird egal wo, bei jeder Gelegenheit stets erwartet. Sie sollten daher stets etwas Kleingeld griffbereit haben und Verständnis dafür zeigen, daß Trinkgelder in orientalischen Ländern Bestandteil des Einkommens sind.
In Restaurants erwartet man 15 % des Rechnungsbetrages. Auch für andere Dienstleistungen wird Trinkgeld verlangt - eine ''Dankeschön'' allein, genügt in Ägypten nie!

UNGEZIEFER
In Ägypten treten häufig Insekten, wie z. B. Fliegen, Ameisen oder Kakerlaken auf. Diese sind keineswegs ein Indikator für Unsauberkeit, sondern sind in orientalischen Ländern an der Tagesordnung. Auch wenn die Hotels regelmäßig Maßnahmen zur Bekämpfung dieser unliebsamen Mitbewohner ergreifen, läßt sich die Anwesenheit von Ungeziefer nicht immer völlig abstellen.

ZEIT
MEZ plus eine Stunde.