Reisebericht Filitheyo

von Evi & Michael

Wir, Evi und Michael sind gerade von Filitheyo zurückgekehrt (31.8. bis 13.9.02). Und weil wir so begeistert von dem tollem Tauchurlaub waren, gleich hier unser Reisebericht:

Die Insel ist relativ gross. Zum Umrunden benötigt man schon mehr als eine halbe Stunde Fussmarsch. Alle Strände der Insel garantieren beste Postkartenfotos inkl. einer echten Baccardi-Palme.
Die Sunset-Bar verspricht unvergessliche Momente, wer auf dem Wasser wohnen will, zieht einfach in einen der Wasserbungalows. Alle Superior und Deluxe Bungalows haben einen eigenen Strandabschnitt. Bei den Superior-Bungalows empfehlen wir die Nummern 60 bis 100.
Die Einrichtung unseres Bungalows (Superior) war Klasse. Das halboffene Bad ist ausgesprochen gross, der Blick von der Dusche aus gen Himmel und Palmendächern war...einfach herrlich.

Filitheyo selbst steht gänzlich für Ruhe und Erholung. Discoabende, Trampolin-Akte, Revues und Volksfest-ähnliche Zustände gibt es nicht (für alle die es dennoch brauchen: Haligali Island Resort im South Iberia Atoll nordwestlich von Male).

Die Verpflegung auf der Insel war absolute Spitzenklasse. Jede Menge Abwechslung und allein die vielfältige Auswahl der Gerichte versprechen wohlgenährt zurückzukommen ;-)

Alles überragend ist aber die Tauchschule mit Ihrer Crew. Hier nochmals vielen herzlichen Dank an Uli, Karin, Jack, Ibrahim und Taka für die unvergesslichen Tauchgänge. Ganz besondern Dank an Stefan, Kai und Richard, die Evi nicht nur das Tauchen beigebracht haben, sondern ihr auch den grösstmöglichen Spass vermitteln konnten, den man beim Tauchen haben kann.

Die Tauchplätze sind ausnahmslos in einem tadellosen Zustand * ich habe noch nie so gewaltige Fischschwärme gesehen, wie bei den Riffen rings um Filitheyo. Allein die Hausrifftauchgänge waren gespickt von Schildkröten, Adlerrochen, Lobstern, Oktopussen und Muränen, aber auch jede Menge kleinere Fische und grössere Fischschwärme waren dicht am Huasriff zugegen. Seit einer Woche hat sich wohl auch ein Baby-Napoleon dort niedergelassen (Exit 6 bis 8).
Bei den Tauchbootsfahrten haben wir imposante Riffe, wundervoll bewachsene Thilas und beste Strömungstauchgänge in den Channels geniessen können. U.a. gesehen haben wir Mantas, Prachtkerle von Barracudas und Thunfischen, Haie, Adlerrochen, Fangschreckenkrebse, Oktopusse, prima Seenadeln in den Caves etc. etc...
Unbedingt für jedermann zu empfehlen sind die von der Tauschschule organisierten Nachttauchgänge und Tagesausflüge - spektakulär!!!. Ein Tauchgang der etwas anderen Art war der Scooter-Tauchgang mit Stefan quer durch den Barracuda Channel. Während alle anderen Taucher die Channel-Ecke unter die Lupe genommen haben (zu starke Strömung im Channel) konnten wir ohne Probleme den Kanal mit und gegen die Strömung problemos durchtauchen, haben dort einen prächtigen Stachelrochen, eine Adlerochen-Formation und zwei Haie gesehen. Ist schon `ne feine Sache, Adlerrochen auf gleicher Höhe in der Strömung zu begleiten, OH JA !
Für mich ist klar, wer noch keinen Looping und keine Siegesrolle beim Tauchen gedreht hat, der hat den heiligen Gral seines Taucherdaseins noch nicht gefunden. Ach übrigens, Stefan ist beim Scooterfahren um die Wette noch nie geschlagen worden ;-)

P.S.: Zu Stefan: Seine bestimmt perfekte Art zu Tauchen und seine göttliche Nase immer genau zu wissen, wo der Fisch steht, war wohl schon immer Gesprächsstoff unter den Tauchern und Quelle fantastischer Gerüchte. So behaupten manche (hinter vorgehaltener Hand), er habe Cousteau persönlich das Tauchen beigebracht. Wiederum andere behaupten, dass man an seinem Lächeln erkennen kann, wie stark die Strömung im Channel sein wird. Usw. usw. Ich aber sage: STIMMT ALLES ! Der Kerl ist einfach unglaublich gut...

P.P.S.: Nitrox ist schon eine feine Sache...

Michael Dzik